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AGB-Archiv
Gemäß § 17.3 unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen gilt für jeden Auftrag diejenige Fassung der AGB, die zum Zeitpunkt der Auftragserteilung veröffentlicht war. Auf dieser Seite halten wir frühere Fassungen dauerhaft und unverändert abrufbar.
  • Version 2.4 — Stand: August 2026 — aktuell gültig seit 23.08.2026. Abrufbar unter www.kuendigungsbote.de/agb
  • Version 2.3 — Stand: August 2026 — gültig bis 23.08.2026, abgelöst durch Version 2.4. Vollständiger Wortlaut unten auf dieser Seite.
  • Frühere Fassungen (bis einschließlich Version 2.2) stellen wir auf Anfrage jederzeit in Textform zur Verfügung: anfrage@kuendigungsbote.de
ARCHIVIERTE FASSUNG — Version 2.3, Stand: August 2026 — gültig bis 23.08.2026. Diese Fassung ist nicht mehr in Kraft und wird hier unverändert zu Dokumentationszwecken bereitgestellt. Die aktuell gültigen AGB finden Sie unter www.kuendigungsbote.de/agb.
ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN Centro Car Kurier- & Transportgesellschaft mbH Handelnd unter der Marke: Kündigungsbote Schmellerstraße 34, 80337 München Version 2.3 — Stand: August 2026 § 1 — Geltungsbereich und Vertragsschluss 1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über Kurier- und Zustellleistungen zwischen der Centro Car Kurier- & Transportgesellschaft mbH, Schmellerstraße 34, 80337 München (nachfolgend „Kündigungsbote" oder „wir") und dem jeweiligen Auftraggeber. 1.2 Diese AGB werden dem Auftraggeber spätestens mit der Angebotsübersendung zur Kenntnis gebracht und sind auf unserer Website unter www.kuendigungsbote.de abrufbar. Mit Annahme des Angebots erkennt der Auftraggeber diese AGB als verbindlich an. 1.3 Entgegenstehende oder abweichende AGB des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, wir stimmen ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zu. 1.4 Für Verbraucher im Sinne des § 13 BGB gelten ergänzend die Regelungen in § 14 dieser AGB. 1.5 Der Vertrag kommt durch unsere schriftliche oder elektronische Auftragsbestätigung zustande. Eine Auftragsbestätigung per E-Mail ist ausreichend. § 2 — Leistungsbeschreibung und Zustellprozess 2.1 Kündigungsbote erbringt rechtssichere Botenzustellungen rechtserheblicher Schriftstücke. Hierzu zählen insbesondere arbeitsrechtliche Dokumente (Kündigungen, Abmahnungen, Aufhebungsverträge, Zeugnisse), miet- und vertragsrechtliche Erklärungen (z. B. Kündigungen von Miet-, Liefer- oder Dienstleistungsverträgen), Mahnungen und Zahlungsaufforderungen, Mängelrügen und Fristsetzungen, Vergabe- und Ausschreibungsunterlagen sowie vergleichbare Schriftstücke, bei denen es auf den nachweisbaren Zugang ankommt. Der Transport anderer Güter ist ausgeschlossen. 2.2 Der Zustellprozess umfasst folgende Schritte: a) Abholung: Ein Bote aus unserem Subunternehmernetzwerk holt das physische Originaldokument in einem geeigneten, noch nicht verschlossenen Umschlag direkt beim Auftraggeber ab. b) Augenscheinnahme: Vor dem Verschließen des Umschlags nimmt der Bote das Dokument physisch zur Kenntnis. Diese Kenntnisnahme erfolgt ausschließlich zum Zweck der Zeugenfähigkeit — der Bote muss im Streitfall vor Gericht bezeugen können, welches Dokument zugestellt wurde (§§ 373 ff. ZPO i.V.m. § 46 Abs. 2 ArbGG). Die Augenscheinnahme ist zwingend erforderlicher Bestandteil des Zustellprozesses und begründet das Alleinstellungsmerkmal gegenüber herkömmlichen Paket- und Briefdiensten. Weichen aus Gründen der Routenoptimierung abholender und zustellender Bote voneinander ab, transportiert der abholende Bote das Dokument ausschließlich verschlossen; die Augenscheinnahme erfolgt dann durch den zustellenden Boten unmittelbar vor der Zustellung (Einzelheiten in § 2 Abs. 2 des Auftragsverarbeitungsvertrags). c) Zustellung: Der zustellende Bote stellt den verschlossenen Umschlag beim Empfänger zu (vgl. § 6 dieser AGB). d) Protokollerstellung: Nach der Zustellung wird ein digitales Zustellprotokoll erstellt. Das Protokoll enthält ausschließlich: vollständige Anschrift des Empfängers, vollständige Anschrift des Absenders (Auftraggeber), Name und Daten des zustellenden Boten, Kopfzeile des Dokuments bis einschließlich der Betreffzeile (z. B. „Kündigung des Arbeitsverhältnisses") — nicht jedoch den weiteren Inhalt des Dokuments —, Zustellzeitpunkt (Datum, Uhrzeit), Zustellort, Fotodokumentation gemäß § 7 sowie Unterschrift des zustellenden Boten. Das Protokoll wird digital über den Dienst inSign (inSign GmbH, Am Bäckeranger 2, 85417 Marzling) signiert. e) Übermittlung: Das signierte Zustellprotokoll wird dem Auftraggeber per SSL-verschlüsselter E-Mail übermittelt. f) Archivierung: Kündigungsbote archiviert das Zustellprotokoll zu Beweissicherungszwecken gemäß § 8 dieser AGB. 2.3 Optionale digitale Vorabübermittlung: Der Auftraggeber kann uns vor der Zustellung freiwillig die Kopfzeile des Dokuments bis einschließlich der Betreffzeile in digitaler Form übermitteln, um die Erstellung des Zustellprotokolls vorzubereiten. Diese Übermittlung ist nicht erforderlich. Unterbleibt sie, beruht das Zustellprotokoll ausschließlich auf der Augenscheinnahme durch den Boten gemäß Abs. 2 lit. b. Der vollständige Dokumenteninhalt unterhalb der Betreffzeile ist in keinem Fall zu übermitteln und wird von uns nicht erfasst oder gespeichert. 2.4 Für die rechtliche Wirksamkeit oder den Inhalt der zugestellten Dokumente übernehmen wir keine Verantwortung. Die Verantwortung für die inhaltliche Richtigkeit und rechtliche Wirksamkeit des Dokuments verbleibt beim Auftraggeber. § 3 — Mitwirkungspflichten des Auftraggebers 3.1 Der Auftraggeber stellt sicher, dass das Dokument in einem geeigneten Umschlag bereitgestellt wird: Stabiler Umschlag (mindestens DIN A5, empfohlen DIN A4) Dokument in Klarsichthülle innerhalb des Umschlags Sichere Verklebung vorbereitet, aber Umschlag noch nicht verschlossen Sichtbare und korrekte Adressierung an den Empfänger 3.2 Der Umschlag darf zum Zeitpunkt der Abholung noch nicht verschlossen sein, da der Bote die Augenscheinnahme gemäß § 2 Abs. 2 lit. b vor dem Verschließen durchführen muss. Sendungen mit bereits verschlossenem Umschlag können abgelehnt werden. 3.3 Sendungen mit unzureichender Verpackung können abgelehnt werden. In diesem Fall trägt der Auftraggeber die entstehenden Kosten. 3.4 Der Auftraggeber stellt sicher, dass die übermittelten Empfängerdaten (Name, Anschrift) korrekt und vollständig sind. Für Zustellfehler aufgrund falscher oder unvollständiger Angaben des Auftraggebers übernehmen wir keine Haftung. 3.5 Der Auftraggeber ist verpflichtet, uns für Rückfragen während des Zustellvorgangs erreichbar zu sein. Ist der Auftraggeber nicht erreichbar und ist eine Zustellung nicht möglich, wird die Sendung innerhalb von 3 Werktagen an unsere Firmenadresse zurückgebracht. Entstehende Mehrkosten trägt der Auftraggeber. 3.6 Macht der Auftraggeber von der optionalen Vorabübermittlung nach § 2 Abs. 3 Gebrauch, übermittelt er ausschließlich die Kopfzeile bis einschließlich der Betreffzeile. Der vollständige Dokumenteninhalt unterhalb der Betreffzeile darf nicht übermittelt werden. 3.7 Enthält die Betreffzeile des Dokuments besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 DSGVO (z. B. Hinweise auf Gesundheitszustand, Behinderung, Religion, Gewerkschaftszugehörigkeit oder ähnliche sensible Informationen), ist der Auftraggeber verpflichtet, uns hierüber vor Auftragserteilung schriftlich zu informieren. Diese Pflicht besteht unabhängig davon, ob von der optionalen Vorabübermittlung Gebrauch gemacht wird, da der Bote die Betreffzeile bei der Augenscheinnahme in jedem Fall zur Kenntnis nimmt. In diesem Fall gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen gemäß dem zwischen den Parteien geschlossenen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). § 4 — Auftragserteilung 4.1 Für die Beauftragung sind folgende Angaben zwingend erforderlich: Vollständige Abholadresse inkl. Ansprechpartner und Telefonnummer Rechnungsadresse Vollständige Empfängeranschrift Gewünschtes Zustelldatum bzw. Zeitfenster Besondere Zustellhinweise (sofern relevant) Hinweis auf Art. 9-Betreffzeile (sofern zutreffend, gemäß § 3 Abs. 7) 4.2 Auf Basis dieser Angaben erstellen wir einen digitalen Lieferschein, der den Vorgang lückenlos begleitet. 4.3 Der Vertrag kommt erst durch unsere Auftragsbestätigung zustande. Diese kann per E-Mail erfolgen. § 5 — Abholung 5.1 Die Abholung erfolgt über unser nach Postleitzahlen organisiertes Subunternehmernetzwerk. 5.2 Eine Abholunterschrift ist nicht erforderlich. Der Bote bestätigt die Abholung im digitalen System. § 6 — Zustellung 6.1 Zustellarten je nach Situation: Persönliche Übergabe an den Empfänger oder eine empfangsberechtigte Person mit Unterschrift Übergabe an empfangsbeauftragte Stellen in Einrichtungen (z. B. Krankenhäuser, JVA, Pflege- oder Gemeinschaftseinrichtungen) Einwurf in den korrekt beschrifteten Briefkasten mit digitaler Dokumentation 6.2 Gegen Aufpreis können vereinbart werden: Identitätsprüfung anhand amtlicher Ausweise Übergabe ausschließlich an den namentlich bezeichneten Empfänger 6.3 Ist eine Zustellung nicht möglich (keine empfangsberechtigte Person, kein geeigneter Briefkasten, Empfänger unter der angegebenen Anschrift nicht ermittelbar, sonstige Hindernisse), erfolgt Rücksprache mit dem Auftraggeber. Auch ein erfolgloser Zustellversuch wird mit Zeitstempel, Fotodokumentation und Protokoll festgehalten, sodass der Auftraggeber den Nachweis über den Versuch und das Hindernis erhält. Ist der Auftraggeber nicht erreichbar, wird die Sendung innerhalb von 3 Werktagen an unsere Firmenadresse zurückgebracht. 6.4 Der Zeitpunkt des rechtlichen Zugangs richtet sich nach § 130 BGB und kann vom dokumentierten Zustellzeitpunkt abweichen, insbesondere bei Einwurf in den Briefkasten außerhalb der ortsüblichen Postzustellzeiten oder bei Übergabe an eine andere Person als den Empfänger. Wir dokumentieren Zeitpunkt und Art der Zustellung; die rechtliche Bewertung des Zugangs und der Fristwahrung obliegt dem Auftraggeber. § 7 — Fotodokumentation 7.1 Als Teil des Zustellnachweises erstellt der Bote eine Fotodokumentation des Zustellvorgangs. Die Fotos werden vom Mobilgerät des Boten per SSL-verschlüsselter E-Mail an Kündigungsbote übermittelt und ausschließlich auf den Servern von inSign (inSign GmbH, Am Bäckeranger 2, 85417 Marzling) gespeichert. 7.2 Die Fotodokumentation umfasst ausschließlich öffentlich zugängliche Bereiche, insbesondere: Briefkasten / Einwurfschlitz Umschlag mit Empfängeradresse Haustür / Hauseingang Klingelschild (außen, öffentlich sichtbar) Haus / Gebäude von außen Zustellnachweis / Empfangsbestätigung 7.3 Nicht zulässig sind Aufnahmen von erkennbaren Personen oder Wohnungsinnenbereichen. Der Bote ist entsprechend in Textform angewiesen. 7.4 Die Fotodokumentation ist Bestandteil des Zustellprotokolls und dient ausschließlich dem Nachweis des Zustellvorgangs. Die Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse: Beweissicherung). § 8 — Zustellnachweis und Archivierung 8.1 Primärer Zustellnachweis ist das digital signierte Zustellprotokoll gemäß § 2 Abs. 2 lit. d, das dem Auftraggeber nach der Zustellung per SSL-verschlüsselter E-Mail übermittelt wird. 8.2 Kündigungsbote archiviert das Zustellprotokoll (einschließlich Fotodokumentation) zu Beweissicherungszwecken. Die Aufbewahrungsfrist beträgt: Standardfall: 3 Jahre ab Ende des Kalenderjahres der Zustellung (§§ 195, 199 BGB) Bei steuerrechtlicher Relevanz: bis zu 10 Jahre ab Ende des Kalenderjahres der Zustellung (§§ 257 HGB, 147 AO) Bei Art. 9-Betreffzeile: maximal 3 Jahre ab Ende des Kalenderjahres der Zustellung Bei anhängigem oder konkret drohendem gerichtlichen oder behördlichen Verfahren: bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens (Art. 17 Abs. 3 lit. e DSGVO; §§ 373 ff. ZPO) 8.3 Der Zugriff auf archivierte Protokolle erfolgt ausschließlich bei gerichtlicher oder behördlicher Anforderung, auf ausdrückliche schriftliche Weisung des Auftraggebers oder wenn Kündigungsbote selbst im Rahmen eines gerichtlichen oder behördlichen Verfahrens zur Vorlage verpflichtet ist. Der Zugriff ist auf maximal 2 autorisierte Personen bei Kündigungsbote beschränkt. 8.4 Für die Archivierung ist Kündigungsbote datenschutzrechtlich eigenständig Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Die näheren Regelungen finden sich im Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) sowie in der Datenschutzerklärung unter www.kuendigungsbote.de. § 9 — Lieferzeiten und Haftung für Terminüberschreitungen 9.1 Terminangaben (Zustelldatum, Zeitfenster) sind grundsätzlich unverbindliche Planwerte. Ein verbindlicher Zustelltermin kommt ausschließlich zustande, wenn dieser ausdrücklich und in Textform als „verbindlich" zwischen den Parteien vereinbart wurde. 9.2 Selbst bei einem verbindlich vereinbarten Zustelltermin ist die Haftung für Terminüberschreitungen ausgeschlossen, soweit die Verzögerung auf Umständen beruht, die außerhalb des Einflussbereichs von Kündigungsbote oder des eingesetzten Subunternehmers liegen. Hierzu zählen insbesondere: Straßenverkehrsbedingte Verzögerungen (Stau, Umleitungen, Sperrungen, Baustellen) Witterungsverhältnisse (Unwetter, Schnee, Eis, Sturm, Überschwemmungen) Verkehrsunfälle ohne Verschulden des Boten Fahrzeugpannen, soweit trotz zumutbarer Vorsorge nicht vermeidbar Personalausfall durch Krankheit oder unvorhersehbare Ereignisse, soweit trotz zumutbarer Vorsorge nicht vermeidbar Höhere Gewalt (Naturkatastrophen, Streiks, behördliche Anordnungen, Pandemien) Falsche oder unvollständige Angaben des Auftraggebers zur Zustelladresse Nicht angetroffener oder unter der angegebenen Anschrift nicht ermittelbarer Empfänger trotz ordnungsgemäßem Zustellversuch 9.3 Die Zustellung erfolgt durch Subunternehmer aus unserem Partnernetzwerk. Für deren Verschulden haften wir nach Maßgabe von § 11 dieser AGB wie für eigenes Verschulden. 9.4 Unberührt bleiben in jedem Fall: Die Haftung bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit von Kündigungsbote selbst Die Haftung für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit § 10 — Versicherung 10.1 Für Verlust oder Beschädigung von Sendungen besteht Versicherungsschutz. Der Versicherungsschutz erweitert oder begrenzt unsere Haftung nicht; diese richtet sich ausschließlich nach § 11 dieser AGB. 10.2 Übersteigt der Wert einer Sendung 200,00 €, ist dies vor Beauftragung mitzuteilen. Abweichende Konditionen, insbesondere eine erweiterte Haftung gegen Aufpreis, können vereinbart werden. § 11 — Haftung 11.1 Auf die Beförderung der Sendung finden ergänzend die Vorschriften über den Frachtvertrag (§§ 407 ff. HGB) Anwendung, soweit diese AGB nichts anderes bestimmen. 11.2 Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit von Kündigungsbote haften wir nach den gesetzlichen Vorschriften unbeschränkt. 11.3 Für Personenschäden (Leben, Körper, Gesundheit) haften wir uneingeschränkt, unabhängig vom Verschuldensgrad. 11.4 Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), und zwar beschränkt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden, höchstens jedoch — entsprechend § 423 HGB — auf das Dreifache der für die betroffene Zustellung vereinbarten Nettovergütung. Umfasst ein Auftrag mehrere Zustellungen, gilt dieser Höchstbetrag je Zustellung. 11.5 Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden und entgangenen Gewinn ist bei einfacher Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Wirtschaftliche Nachteile, die sich aus der rechtlichen Bewertung oder den Rechtsfolgen des zugestellten Dokuments ergeben (insbesondere Annahmeverzugslohn, Abfindungen, Prozess- und Anwaltskosten), ersetzen wir bei einfacher Fahrlässigkeit in keinem Fall über den Höchstbetrag nach Abs. 4 hinaus. 11.6 Für Schäden, die auf Umständen außerhalb unseres Einflussbereichs beruhen (insbesondere höhere Gewalt, Stau, Unwetter, Streik, Verkehrsunfall ohne unser Verschulden sowie Fahrzeugpanne oder Personalausfall, soweit trotz zumutbarer Vorsorge nicht vermeidbar), haften wir nicht. 11.7 Für Zustellfehler, die auf falschen oder unvollständigen Angaben des Auftraggebers beruhen, übernehmen wir keine Haftung. 11.8 Für die rechtliche Wirksamkeit, den Inhalt oder die Rechtsfolgen des zugestellten Dokuments übernehmen wir keine Haftung. Die inhaltliche und rechtliche Verantwortung verbleibt ausschließlich beim Auftraggeber. 11.9 Verlust oder Beschädigung der Sendung sind uns innerhalb von 14 Tagen nach Kenntnis, die Überschreitung eines verbindlich vereinbarten Zustelltermins innerhalb von 21 Tagen nach Zustellung in Textform anzuzeigen (vgl. § 438 HGB). Nach Ablauf dieser Fristen sind Ansprüche ausgeschlossen; dies gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. 11.10 Ansprüche aus dem Beförderungsvertrag verjähren nach § 439 HGB in einem Jahr, bei Vorsatz oder Leichtfertigkeit in drei Jahren. § 12 — Stornierung 12.1 Ab Auftragserteilung beträgt die Stornopauschale 50 % des vereinbarten Auftragswerts. Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein geringerer Schaden entstanden ist. 12.2 Bei Absage weniger als 24 Stunden vor geplanter Auslieferung fallen 100 % des vereinbarten Auftragswerts an. Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein geringerer Schaden entstanden ist. 12.3 Expressaufträge sind sofort fällig und nicht stornierbar. Bleibt die Übergabe des Umschlags aus, ist der Gesamtpreis dennoch zu zahlen. Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein geringerer Schaden entstanden ist. 12.4 Das gesetzliche Widerrufsrecht von Verbrauchern nach § 14 dieser AGB bleibt von den vorstehenden Regelungen unberührt. § 13 — Zahlung 13.1 Die Vergütung wird für jeden Auftrag individuell vereinbart und im Angebot ausgewiesen. 13.2 Rechnungen sind innerhalb von 7 Tagen nach Rechnungsdatum zu begleichen. 13.3 Gewährte Rabatte entfallen bei Zahlungsverzug für zukünftige Aufträge ab dem Zeitpunkt des Verzugseintritts. Bereits erbrachte Leistungen werden hiervon nicht berührt. 13.4 Bei Zahlungsverzug sind wir berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§§ 288, 247 BGB) zu berechnen. § 14 — Widerrufsrecht (nur für Verbraucher im Sinne des § 13 BGB) Die nachfolgende Widerrufsbelehrung gilt ausschließlich für Verbraucher, also für natürliche Personen, die den Vertrag zu Zwecken abschließen, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer haben kein Widerrufsrecht. WIDERRUFSBELEHRUNG Widerrufsrecht Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns Centro Car Kurier- & Transportgesellschaft mbH Schmellerstraße 34, 80337 München Telefon: +49 (0) 89 77 00 77 E-Mail: anfrage@kuendigungsbote.de mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden. Folgen des Widerrufs Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht. Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts Ihr Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und wir mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen haben, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben haben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch uns verlieren (§ 356 Abs. 4 BGB). ENDE DER WIDERRUFSBELEHRUNG MUSTER-WIDERRUFSFORMULAR (Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.) An: Centro Car Kurier- & Transportgesellschaft mbH Schmellerstraße 34 80337 München E-Mail: anfrage@kuendigungsbote.de Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung: _______________________________________________ Bestellt am (*) / erhalten am (*): ____________________ Name des/der Verbraucher(s): ____________________ Anschrift des/der Verbraucher(s): ____________________ Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): ____________________ Datum: ____________________ (*) Unzutreffendes streichen. § 15 — Datenschutz und Auftragsverarbeitung 15.1 Wir verarbeiten personenbezogene Daten ausschließlich zur Vertragsdurchführung und gemäß DSGVO und BDSG. Einzelheiten entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung unter www.kuendigungsbote.de. 15.2 Im Rahmen der Leistungserbringung sind wir Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO für die Verarbeitung der vom Auftraggeber übermittelten personenbezogenen Daten des Empfängers. Der zwischen den Parteien geschlossene Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist integraler Bestandteil dieses Vertragsverhältnisses. Mit Annahme des Angebots erkennt der Auftraggeber auch den AVV als verbindlich an. 15.3 Für die Archivierung des Zustellprotokolls zu eigenen Beweissicherungszwecken ist Kündigungsbote eigenständig datenschutzrechtlich Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO. § 16 — Gerichtsstand und anwendbares Recht 16.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. 16.2 Ist der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland, ist ausschließlicher Gerichtsstand für sämtliche Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag München. 16.3 Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. § 17 — Salvatorische Klausel und Schriftformerfordernis 17.1 Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Regelung ist durch eine solche zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Regelung am nächsten kommt. 17.2 Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. Centro Car Kurier- & Transportgesellschaft mbH | Schmellerstraße 34 | 80337 München Geschäftsführer: Wolfgang Wöhner | AG München | HRB 59 093 www.kuendigungsbote.de | anfrage@kuendigungsbote.de Version 2.3 — Stand: August 2026